Geschichte der Sexualität

 

Geschichte der Sexualität

 

 

 

Es ist super interessant – zumindest für mich – in der Geschichte der Sexualität auf Forschungsreise zu gehen. Vielleicht findet der eine oder das ja auch spannend und begleitet mich hier, kommentiert, fragt, schickt Anregungen …

 

 

 

Sexualität ist eine Art und Form der Kommunikation und als solche so alt wie das Leben an sich und die Menschheit. Die verbale Kommunikation ist jüngeren Datums. Wissenschaftler arbeiten daran herauszufinden, wie sie sich entwickelt hat. Das ist sehr komplex. Wir können ja nicht zurückreisen und nachschauen sondern sind auf Forschung angewiesen, die sich mit der Sprache über die Lautbildung bis hin zum Wort und zur Gestaltung der Sprache indem wir mit einem Wortschatz arbeiten lernen beschäftigt.

 

 

 

Vor der verbalen Kommunikation gab es Vorformen der Verständigung mit nonverbalen Möglichkeiten: Zeichen, Gesten, Laute, Berührungen und eben die Sexualität. In der Primatenforschung beobachten Wissenschaftler auch diese nonverbalen Kommunikationsformen. Aus diesen Vorformen lässt sich vielleicht erkennen, wie wohl in der ersten Zeit der Menschheit die unterschiedlichen Kommunikationsmittel jenseits der Sprache genutzt wurden und mich interessiert speziell die Sexualität als eine Kommunikationsform. 

 

 

 

Menschen waren nie Einzelgänger, denn eine Gruppe bot Schutz und Hilfe. Sie lebten daher in Gruppen. Menschen sind soziale Wesen und ein Miteinander gibt ihnen Sicherheit und Geborgenheit fordert sie jedoch auch gleichzeitig in der Art und Weise der Kommunikation. So können wir davon ausgehen, dass die Sexualität oder Kopulation der Bindung und dem Zusammenhalt innerhalb der Gruppe diente. Jede Befriedigung lässt Hormone frei, die einem Körper ein gutes Gefühl vermitteln und eine Bindung an den Menschen, der dieses Gefühl mit hervorgerufen hat. Als Art der Kommunikation festigte die Kopulation die Gruppenzugehörigkeit untereinander. Frust in jeder Form führt zur Aggression. Sex als Mittel der Kommunikation diente der Aggressionslinderung. Lassen wir unsere Phantasie spielen: wahrscheinlich schafften es die weiblichen Wesen damit, die Spannung und Energie in einer Gruppe zu kontrollieren.

 

Harmonie ist ein zusätzliches Ergebnis der Kommunikationsform Sexualität. Spannungen wurden abgebaut durch die lustfördernde und befriedigende Kopulation.

 

 

 

Der Sexualakt hatte also eine grosse kommunikative Bedeutung in einer Gruppe.

 

 

 

Kommen wir zu einem weiteren faszinierenden Punkt im Zusammenhang mit dem Thema Sexualität und die Auswirkungen auf die Gruppe in der frühen Zeit der Menschheitsgeschichte:

 

 

 

Frauen hatten in diesen Gruppen eine besondere Position, da sie gebären konnten. Dass sie Nachwuchs zur Welt brachten machte für ihre Existenz „Sinn“. Ich setze das hier in Anführungsstriche, weil die Sinnsuche keine philosophische ist, sondern einfach nur den Unterschied darstellen will, zwischen dem weiblichen und männlichen Dasein. Männer mussten sich denke ich „Sinn“ erst durch Kraft und Stärke, durch Kampf und Schutzfunktion erarbeiten. Während Frauen ein Mysterium in sich trugen: sie konnten Kinder gebären. Woher diese Kinder kamen, wusste niemand, sie kamen einfach aus dem Körper heraus.

 

 

 

Wer hatte sie dort hineingelegt? Heute nimmt man an, dass das die Brücke zum Glauben an Götter und Wesen jenseits des damaligen Wissens gewesen ist. Das konnten doch nur die Götter gewesen sein, die zu einem solchen Wunder fähig waren. Das Wunder kleine Menschen in Frauen hineinzulegen. Das Wunder der Geburt zu ermöglichen. Dafür wurden Frauen verehrt. Darin bestand ihre besondere Position. Sie standen anscheinend mit den Göttern in naher Verbindung. Sie wurden erwählt, neue Menschen in Welt zu setzen. Es wurden ihnen Fähigkeiten gegeben, die die Männer nicht hatten. Sie sind der wertvolle Teil der Menschen gewesen, denn sie konnten etwas Einmaliges: Leben schenken.

 

 

 

Das erklärt, dass in der Menschheitsgeschichte das Matriarchat vor allem in der Frühzeit eine Rolle spielte. Hier geht es nicht um Herrschaft oder Politik sondern um das Besondere am Sein einer Frau und dieses Besondere schenkte ihr eine aussergewöhnliche Stellung in der Gruppe. Evolutionsbedingt tragen wir auch das in uns allen mit in unsere Zeit hinein. Daraus entstehen viele Herausforderungen.

 

 

 

Lassen Sie uns noch ein wenig durch die Geschichte bummeln… im nächsten Blogbeitrag, dann geht es um eine Geschichte, die wir alle kennen und wir sehen uns einmal neu ihre Be-Deutung an.

 

 

 

Lesen Sie weiter: Adam und Eva im Paradies neu interpretiert…

 

 

 

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